Die Meisterprüfung: Ablauf und die vier Teile

Die Meisterprüfung ist die klassische höhere Berufsbildung im Handwerk und besteht aus vier eigenständigen Teilen.

Teil I: Praktische Fertigkeiten

Im praktischen Teil fertigt die Prüfungskandidatin oder der Kandidat ein Meisterstück oder eine vergleichbare Arbeitsprobe im jeweiligen Handwerk an, oft ergänzt durch situative Aufgaben.

Teil II: Fachtheorie

Der fachtheoretische Teil prüft vertieftes Wissen im jeweiligen Handwerk, von Materialkunde bis Kalkulation.

Teil III: Betriebswirtschaft und Recht

Dieser Teil ist für alle Handwerke gleich und deckt kaufmännische Grundlagen, Rechtsformen, Steuern und Personalführung ab.

Teil IV: Ausbildereignung (AEVO)

Der vierte Teil weist berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach und berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen.

Förderung über das Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG, umgangssprachlich Meister-BAföG, unterstützt die Vorbereitung auf die Meisterprüfung finanziell, unabhängig vom Alter. Die zuständige Handwerkskammer berät zu Fristen und Anmeldung.